Goldys kleine Golfseite

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Ein Buch mit sieben Siegeln

von Thomas Klages (Januar 2005)

Es war Sommer, die Sonne strahlte ungehemmt vom tiefblauen Himmel herab und das anstehende Wochenende drohte mit zwei freien Tagen. Voller Vorfreude auf den nun kommenden Samstag schloss er mit Elan die Bürotür hinter sich, um die mit reichlich Arbeit gefüllte Woche endlich hinter sich zu lassen.Wie üblich, wenn er sich auf ein Golfturnier am Wochenende bei Optimismus verbreitender Wetterlage freute, schienen die Gedanken an termingebundene und sorgfältig zu erledigende Arbeiten in seiner Dienststelle wie weggeblasen.  

Der direkte, vor einem Turnier fast innerlich zur freudigen Pflicht gewordene Heimweg führte ihn schnurstraks zu seinem Heimatgolfclub. Zu allererst lief ihm natürlich die etwas untersetzte Dame über den Weg, die ihn beim letzten Turnier begleitete - und dabei eine These verlautbarte, die ihn in unverständiges Kopfschütteln verfallen liess. "Üben tut man doch nur als Anfänger, ich übe doch nicht mehr"... war die klare Aussage seiner Mitspielerin, die, trotz Ausrüstung mit viel zu teurem High-Tech Equipment auch noch nach Jahren die hohe 30er Handicap Region nicht hinter sich lassen konnte. Er selbst hatte zwar auch erst vor wenigen Jahren die Faszination des Golfspiels entdeckt und konnte sich immerhin zusehends verbessern, sah aber das Üben und Training nicht als lästige oder gar peinliche Pflicht an.Würden stets medienpräsente Persönlichkeiten des Golfsports wie Tiger Woods oder Bernhard Langer so gut spielen können, wenn sie sich nicht täglich dem stundenfressenden Training hingäben? Die in den einschlägigen Geschäften oder im Internet erhältlichen Golfvideos helfen, trotz fadenscheiniger Prophezeihungen angeblicher Alleswisser, sicherlich nicht. Er hörte schon von Leuten, die der Meinung waren, dass das Golfspiel mit dem Nintendo vor der heimischen Flimmerkiste ja gleichwohl ausreichen würde, um Golf zu lernen.

Nach einem zweideutigen "Ja, Ja ...", das er sich beim Weg zum Übungsareal in den nicht vorhandenen Bart murmelte, waren seine Gedanken jedoch schon wieder bei den kleinen stets nervigen Fehlerchen, mit denen sich fast jeder Amateurgolfer im Verlauf des eigenen Spiels wiederholt herumschlagen muss. Zumindest sind diese Fehler beim Turnier so hilfreich, den vielzitierten dicken Hals zu fördern. Ergo spulte er dann, wie choreographisch geplant, seine Trainingssession über volle zwei Stunden lang ab. Umwerfend locker sahen seine Schwünge und geraden Schläge an diesem Tag, am frühen Abend vor dem Turniersamstag in seinem 80 Kilometer entfernten Lieblingsgolfclub, aus. Sogar der Clubtrainer hatte dies im Augenwinkel bemerkt und er freute sich über die lobende Bemerkung des britischen Lehrers. Optimismus und Vorfreude machten sich jetzt schon breit, denn er liebte es, sich selbst zu fordern. Zu gewinnende Preise oder gar Szenen im imaginären Rampenlicht waren nie sein Ziel. Snobismus oder zur Schau gestellte Hochnäsigkeit, wie es diesem Sport leider nach wie vor nachgesagt werden, lehnte er schon zu Beginn entschieden ab. So legte er zwar immer Wert auf bequeme Kleidung, doch rennt er nicht schlagartig ins nächste Golfgeschäft, nur weil gerade die in manchen Kreisen zwingend zu tragende Golfkollektion per neuestem Hochglanzprospekt ins Haus geflattert war. Nach dem obligatorischen Cappuccino machte er sich auf den Heimweg, wo dann sogleich die kontinuierlich vervollständigte und akriebisch geführte Checkliste half, den Inhalt seiner Golftasche zu komplettieren. Pingelig ist er in mancher Beziehung. Aussenstehende hätten es vielleicht sogar kleinkariert und als zu wenig spontan bezeichnet. Nichts wäre für ihn jedoch schlimmer gewesen, eines der golfspezifischen Kleinutensilien zu vergessen, deren Anblick diesem Sport nicht zugeneigten Menschen wohl nur ein grosses Fragezeichen an der Stirn hätte erscheinen lassen. Das für ihn wichtigste Accessoire wanderte wie automatisch zum Schluss in das Dunkel der Tasche - das Buch mit den Golfregeln. Er kannte kaum jemanden, der sich an diesen eigentlich viel zu theoretischen und langweiligen Abhandlungen und Ablaufszenarien ergötzen konnte. Doch sollte das Vorhandensein dieser kleinen Golferbibel in seiner Tasche auch nur helfen, bei eventuellen Ungereimtheiten und hoffentlich nicht entstehenden Diskussionen während der Golfrunde eine schnelle und klare Lösung herbeizuführen. Er selbst war auch ohne dieses Buch der Regeln ziemlich kundig, doch bestätigten unliebsame Erfahrungen wieder und wieder, dass es für manchen Mitspieler ein Buch mit sieben Siegeln zu sein schien.

Der zur Sicherheit viel zu laut eingestellte Radiowecker liess am folgenden Morgen unseren Amateurgolfer bei belebenden Musikklängen die Augen schlagartig aufreissen, die ersten diffusen Sonnenstrahlen erhellten neben dem Raum auch sein erwartungsfreudiges Gemüt. Nach einem ausgiebigen Frühstück wurde die gesamte Spielausrüstung in den eigentlich zu winzigen Kofferraum seines Sportwagens verfrachtet und er machte sich auf den gut eine Stunde dauernden Weg zu seinem Lieblingsplatz. Nicht, dass er seinen viel näher liegenden Heimatclub nicht mochte, doch verband er viele schöne Erinnerungen an den ausgewählten Golfplatz. Dort begann im Grunde sein Interesse an dieser Sportart in freier Natur fortan zu steigen, bestritt er viele Turniere mit immer wieder netten Mitspielern, die glücklicherweise ebenfalls keine snobistisch abgehobenen Wesenszüge an den Tag legen wollten. Im Club angekommen war es auch diesmal wieder spannend für ihn zu erfahren, wen ihm die Spielleitung für die kommenden gut vier Stunden des Spiels als Mitstreiter angedreht hatte. Manchmal hätte er lieber allein gespielt, doch ist dies aus praktikablen Gründen bei einem Turnier nicht machbar. In der Vergangenheit gab es wiederholt nette, freundliche Begleiter und Begleiterinnen. Er steht ja eher darauf, mit zwei bis drei Ladies zusammen zu spielen, da diese beim Golf komischerweise selten zickig sind. Bei sommerlichen Temperaturen konnte sogar das meist luftige Outfit der Damen seine Psyche zusätzlich aufhellen. Diesmal war es ein nettes, junges Mädel knackiger Statur und ein älterer Herr mit abgewetzten Shorts, deren verblichenes Rosa fast in den Augen schmerzte. Der Name Herbert passte zu ihm wie der Deckel auf den Topf.

Als es dann endlich losging, das elastische Mädel namens Ellen drosch zuerst ihren quietschgelben Golfball über bestimmt 150 Meter die Spielbahn entlang, fing dann auch Herbert an, den gepflegten Rasen am Abschlag übelst zu malträtieren. Nachdem dieser Herbert dann zweimal ein jeweils pfannkuchengrosses Stück des heiligen Bodens in die Gegend katapultierte, leider jedoch den Ball nicht traf, kamen unserem Golfer schon Bedenken - ob dieser Mitspieler nicht noch durch seine scheinbare Unkenntnis der Materie im Spielverlauf mächtig nerven könnte. Endlich, beim dritten Schlag, traf der Herbert die widerspenstige Kugel und schaffte es, sie gigantische 90 Meter nach vorn kullern zu lassen - natürlich prompt in den seitlichen Teich hinein. Schon ging das Elend los, denn Herbert kramte, an der Stelle des ins Nass versenkten Balles, plötzlich in seiner gebraucht gekauften Golftasche herum. Ellen und er sahen sich ob der wundersamen Handlungen zwar fragend an, doch plötzlich liess Herbert mit einem gellenden "Hiieeer ..." verlauten, dass er seinen Ball gefunden hätte. Schummler und Selbstbetrüger waren ihm zuwider. Auch Ellen, nicht unaufmerksam, war klar, dass Herbert nicht seinen mit sichtbarem Wellengang im Teich versenkten Ball gefunden hatte, sondern ein aus der ominösen Tasche gefummeltes Ersatzobjekt hatte heimlich fallen lassen. Das Procedere gleich an der ersten Spielbahn liess seine Hände zwar kurzzeitig in Richtung des grünen Büchleins zucken, doch nach Ellens charmantem Augenzwinkern hielt er sich zurück. Am zweiten Abschlag angekommen war er als Gastspieler an der Reihe, als erster den Ball abzuschlagen. Beim Probeschwung ohne Ball schlug er ein kleines Stückchen des Rasens heraus, was den Herbert dazu bewog, laut aufzuschreien, dass das ja einen Strafschlag gäbe.

Ellen wendete sich extrem grinsend vom Szenario ab, um nicht in lautes Lachen zu verfallen. Er wusste, auch durch das grüne Regelbuch, ganz genau, dass diese Aktion nicht mit einer Strafe belegt würde. "Das erkläre ich Dir später mal ..." sagte er zum Herbert und machte danach einen schönen Schlag in Richtung der Zielfahne. Er hatte einfach keine Lust, zu diskutieren.

Die Stunden vergingen, Ellen und er hatten viel Spass bei zahlreichen Unterhaltungen unter gleissender Sonne, der nassgeschwitzte Herbert quatschte immer im ungünstigsten Moment dazwischen und nervte einfach nur. Diese Unkenntnis sämtlicher Regeln machte unseren engagierten Golfer fast traurig. Nur die Ellen war in diesen Situationen immer gefasst und lächelte einfach nur hemmungslos vor sich hin. Nur schade, dachte er, dass Herbert Vorletzter wurde. Wäre er Zweiter geworden, hätte es einen schönen Preis gegeben: Ein nagelneues, bunt illustriertes Regelbuch mit Harteinband - das ultimative Buch mit den sieben Siegeln ... 

Urlaub und Golf spielen sind was schönes.   Also, warum nicht beides Miteinander verbinden und einen Golfurlaub machen.

Jens Goldmann

So in etwa war die Idee, die hinter dem letzten Urlaub stand. Als wir (Marlies und Ich) uns drüber einig waren, musste nur noch ein geeignetes Datum gefunden werden. Nach kurzem Suchen haben wir uns für die Internationale Amateurmeisterschaft der Herren (Junioren) auf Gut Kaden entschieden. Dieses Turnier sollte also IM Golfurlaub liegen. Warum dieses Turnier und kein anderes? Wir waren auch schon 2005 bei den Deutsche Meisterschaft der Herren und Damen auf Winstongolf (Vorbeck bei Schwerin) und wir waren von den "Amateuren" mehr als Begeistert. Damals sind wir mit Miarka mitgegangen haben aber auch Martin Kaymer voll in Aktion gesehen, der das damalige Turnier in der Herrenwertung auch gewinnen konnte. Seit dem sind wir Fans von M. Kaymer.  

Um 10.00 Uhr morgens haben wir die erste Etappe der Reise, Gut Kaden, erreicht. Die letzte Gruppe (Einhaus, Thannhäuser und Kieffer) ist seit 10 Minuten auf der Runde. So, kurz orientieren; ohne Tribünen und Public Area sieht die Anlage irgendwie 'anders' aus. Bei gutem Wetter schlenderten wir über die Anlage und schauten den Spielern zu. Um etwas mehr zu sehen, sind wir dann mit der 3 letzten Gruppe (Westerman (de), Serres (fra) und Abadie (fra)) mitgegangen. Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, wenn man hinter den Spielern her, auf dem Fairway mitgeht. Man erlebt die Spieler wirklich hautnah. Auf dem Weg zum 2. Schlag an der 10 Fragte mich Frederic Abadie plötzlich "pardon?" und irgend etwas noch, was ich jedoch nicht Verstand. Als er merkte das ich leise mit Marlies gesprochen habe, war es auch schon zu spät. Da Er mich Angesprochen hatte, fragte Ich ihn nach seinen Namen und Nationalität. Beides nannte Er mir, nachdem ich ihm noch "Good luck for the tournament" wünschte, war er mit einem kleinen Lächeln auch schon wieder auf dem Weg, seinen 2. Schlag zu machen. Ich weiß natürlich, das man die Spieler während der Runde nicht stören soll, doch wenn Er selber Fragt; sollte Ich dann unhöflich sein?  

Verdammt, ich hätte mir ein Autogramm geben sollen! Frederic ließt du das hier? Meine Adresse für das Autogramm steht im Impressum.  

Jedenfalls haben wir alles gesehen was im Golf so vorkommt. Birdies, Bogeys, Wasserbälle und glückliche Puts.

Etwas schade fand ich nur die Anzahl an Zuschauern. Geschätzt habe ich ca. 350 Zuschauer (nur am Sonntag). Da keine Eintrittskarten verkauft wurden und das Wetter auch OK war, waren das einfach zu wenige. Schließlich spielten hier die zukünftigen TOP-Stars Europas!

Den letzten Put der letzten Gruppe auf der 18 können sie hier sehen  

Wir können aber mit Recht sagen, auf Gut Kaden haben wir auch diesesmal wieder tolles Golf erleben können.  

Gegen 15.00 Uhr nahmen wir uns die 2. Etappe des Urlaubs vor. Doch erst einmal mussten wir noch dorthin kommen. Gott und die Straßenbauer haben sich als Hindernis dafür die A1, Baustellen und Staus einfallen lassen. Selber Schuld, was Fahre Ich auch über die Autobahn. Circa 19.00 Uhr waren wir dann doch in unserem Feriendomizil angekommen, eine schicke Ferienwohnung in Hatten-Dingstede.  

Montag morgen, 8.00 Uhr! Wer hat den Wecker gestellt? Und wieso haben wir einen Wecker mit? Nagut, erstmal so was wie Frühstücken! - Gegen 9.00 Uhr standen wird dann doch noch auf. Danach schnappten wir unsere Bags (Golftaschen) und fuhren knapp 4 Km zu unserem Heimatclub, Oldenburger Land. Anmelden, ein wenig Warmspielen auf der Übungsanlage und dann ab zum 1. Abschlag. Da wir uns keinen Stress machen wollten, ließen wir die 3 Spieler hinter uns noch vor. Auch das nächste Pärchen (Heinz und Ingrid ? Tja, mein Namensgedächtnis) wollten wir noch vor lassen, doch die erste Frage war "Wollen wir zusammen spielen?". Ein kurzer Blick, und wir sagten "Ja". So gingen wir nun als 4er Flight auf die Runde. Beim Golfen spielt man ja öfter mit "wildfremden Menschen" zusammen. Manchmal hat man Pech aber in den meisten Fällen kommt man gut miteinander aus. So auch diesesmal. Wir 4 verstanden uns gut und so vergingen die ersten 9 Loch wie im Flug. Am Grün des 9. Loches trennten sich unsere Wege wieder, wir wollten etwas gegen den Durst tun, sie noch ein paar Löcher spielen. Frisch gestärkt nahmen wir uns etwas später die 2. 9 Löcher vor. Diese spielten wir zwar alleine (also nur zu zweit) doch Spaß hatten wir auch. Das schönst an so einem Spiel ist, das man es absolut druckfrei spielen kann. Man ist auch viel Risikofreudiger, probiert mehr aus und ärgert sich kaum darüber, sollte doch einmal ein Ball das Weite suchen und nicht mehr gefunden werden.  

Unser Heimatgolfplatz Oldenburger Land ist eine wirklich schöne Anlage. Für meinen Begriff etwas viele Bäume und Büsche, doch der Platz ist Fair.  

"Wo spielen wir morgen?" Es ist ja ein "Golfurlaub" :-)  

Um diese Frage zu beantworten, und uns einen ersten Eindruck zu verschaffen, fuhren wir noch zu den Golfplätzen Hatten und Hude.

Wieder der Wecker! Man den habe Ich doch glatt vergessen! Diesesmal klappt das Aufstehen und Frühstücken schon besser. Aber jetzt muss Ich erst einmal beim GC Hatten Anrufen. Ich habe gestern in der Schautafel gelesen, das der Platz wegen der Turnierwoche zum 15. Geburtstag, gesperrt sei. Am Telefon hatte Ich die Clubsekretärin (Gabi?). Ich habe Ihr kurz Erklärt, das wir hier im Urlaub und Morgen schon wieder auf dem Heimweg sind. Sie meinte drauf hin, Wenn wir es schaffen vor 14.00 Uhr mit unserer Runde fertig zu sein, können wir spielen. Das ist doch ein Wort! Eine halbe Stunde später waren wir am Platz. Beim Anmelden bestätigte uns Gaby, das wir ja als Mitglieder des GC Oldenburger Lands ein reduziertes Greenfee hätten. So kam es, das wir für 2 Personen zusammen nur 30 Euro für 18 Loch bezahlten (Ich hoffe, ich habe nix durcheinander gebracht).  

Der Platz spielt sich sehr gut. Er hat nicht zu viele Bäume und Büsche, aber: gut sichtbare Ausgrenzen. Leider haben sich auch 2 meiner 3 verlorenen Bälle eben eine solche Ausgrenze ausgesucht. Ein Ball wollte noch unbedingt an der 7 ins Wasser hüpfen. Wasser und Ausgrenzen, die ziehen meine Bälle irgendwie magisch an. An der 8 nahmen wir noch einen einzelnen Spieler mit auf, und spielten die letzten Bahnen mit ihm zusammen. Obwohl wir nun zu dritt waren, spielte es sich irgendwie "schneller". Vielleicht lag es am netten Gespräch oder doch am aufkommenden Regen, aber völlig egal; wenn man Spass hatt, kann einen kaum was stören.  

Nach der Runde Investierten wir das eingesparte Greenfee in ein leckeres Essen. Ich hatte nur gutes vom Platzrestaurant gehört und das hat sich auch voll bestätigt. Wer also mal in der Gegend ist, sollte hier ruhig mal Essen - Lecker!  

Eigentlich wollten wir ja noch nach Hude zum dortigen Golfclub fahren, um auch diesen ein wenig unsicher zu machen. Doch in einem Gespräch haben wir etwas von der "SWIN Golfanlage Iserloy" erfahren. Swin Golf? Noch nie gehört, doch es hörte sich gut an und machte neugierig. Das Wetter war noch immer gut, entgegen der Radio-Wetter-Meldung, der Nachmittag hatte erst begonnen, also fuhren wir nach Dötlingen-Iserloy zur SwinGolf Anlage. Was macht man nicht alles im Urlaub?!  

SwinGolf hört sich nicht nur gut an, es spielt sich auch gut. Wir haben uns eine Einweisung geben lassen, es spielt sich ähnlich wie Golf, doch mit einigen Unterschieden. Die Löcher sind riesig, der Ball ist weicher und größer und es gibt nur 1 Schläger. Mit diesem Schläger spielt man alles, Abschläge, Annäherungen und Puts. Ein echter Universalschläger, auch für Linkshänder!  

Wieso Linkshänder? Weil Marlies die ersten 18 Loch mal eben links herum spielte, obwohl Sie Rechtshänderin ist. Doch das scheint Ihr zu liegen, sie hat links herum besser gespielt als Ich. Ich war einfach nur Überrascht.  

Die Anlage selber ist ca. 10 ha groß und hat feste Abschläge und Grüns. Hindernisse gibt es im herkömmlichen Sinn kaum welche, aber Buschreihen und Ausgrenzen gibt es auch hier. Was verschärft gut war - Kegelgrüns! Ist man zu schnell, gehts auf der anderen Seite wieder runter.

SwinGolf ist ein echter Spaßbringer. Wer in der nähe eine solche Anlage hat und noch nicht da war, selber schuld!  

Sie ist ja schon des öfteren erwähnt worden; die Ferienwohnung. Eigentlich wollten wir im Hotel unterkommen, doch die in Frage kommenden Hotels waren schon ausgebucht oder einfach zu teuer.  

Doch die Ferienwohnung Düßmann in Hatten-Dingstede war perfekt. Nur wenige Kilometer zu den Golfplätzen und der Preis ist auch OK. Wir haben einen Pauschalpreis von knapp 100 Euro für 3 Nächte bezahlt. Da kann man nicht meckern. Für die Verpflegung haben wir selber gesorgt, doch alles andere war vorhanden. Wirklich mehr als Fair!

Am Mittwoch hieß es dann wieder Abschied nehmen. Bis Mittag sollten wir die Wohnung wieder geräumt haben, das war aber kein Problem.  

Alles verstaut, alles bezahlt, schon ging es - zum SwinGolf.

Wir hatten ja noch Zeit und das Cafe musste ja auch noch getestet werden. Wir bezahlten diesesmal nur 9 Loch und waren die ersten auf dem Platz. Wenn man einen Blick zum Himmel warf, war das auch nicht verwunderlich; dunkle Wolken und kaum Sonne. Es sah voll nach Regen aus, aber wir hatten Glück, es blieb trocken.  

Nach der Runde musste jetzt noch das Cafe getestet werden. Kuchen / Torte sind echt lecker da selbstgemacht. Aber gab es auch was Warmes zu Mittag? Ja! Man kann die Karte nicht mit dem eines Restaurants vergleichen, doch was Ich mir aussuchte war Lecker, Warm und Reichlich.  

Gegen 15.00 Uhr ging es dann Richtung Heimat, die wir nach knapp 5 Stunden erreichten. Auch wenn diese 4 Tage recht kurz Erscheinen, wir hatten unseren Spaß, schöne Erlebnisse, nette Menschen kennengelernt und - was am wichtigsten war; kein Streß - eben (Golf)Urlaub! 

Die Bilder zur Internationalen Amateurmaisterschaft auf Gut Kaden findet Ihr in der Sektion BILDER am Ende der Seite. 

Bilder zum Golfclub Hatten und dem SwinGolf

Ein Tag auf Fehmarn

Jens Goldmann (2008)

So lange wohne Ich schon hier im norden Deutschlands, aber auf Fehmarn war ich noch nicht - bis Gestern. 

Da meine Verlobte doch noch Urlaub bekommen hat, nutzten wir die Gelegenheit und Erfüllten uns 2 Wünsche. Sie wollte in ein Meereszentrum und Ich mal wieder Golfen. Tja, und auf Fehmarn kann man beides verbinden.

Wir zweibeide sind also gegen 9.oo Uhr losgefahren. Laut Routenplaner waren das ca. 150 Km je Tour. Wäre der Stau auf der Autobahn nicht gewesen, hätten wir es in 90 min. geschafft, doch so waren es 2 Stunden 20 min. . Mann kann halt nicht alles haben. 

Also zuerst haben wir das Meereszentrum heimgesucht. Von aussen sind es 2 Große Hallen mit verbindung, aber von innen echt beeindruckend. Diese vielzahl von Meerestieren die in den verschiedenen Aquarien zu sehen sind, vermutet man dort gar nicht. 

Wir haben fuer den gemütlichen Rundgang nicht ganz 2 Stunden gebraucht. Das war auch ganz gut so, da langsam der kleine Hunger kam.

Da wir wussten, das der Golfclub auch ein Restaurant hat, war uns klar wo wir Essen.

Keine 20 min. später waren wir am Golfclub. Eine echt beeindruckende Anlage. Ein Besuch dort lohnt sich auf jeden Fall. Dort habe ich auch einen Gutschein einlösen können, der das Greenfee um 50% halbierte. Einer von uns spielte quasie umsonnst. 

Nach dem wirklich schmackhaften Mittagessen hatten wir noch etwas Zeit bis unsere Abschlagzeit erreicht war. Um 15.24 uhr war es dann soweit. Das erste mal auf diesem Gelände, nutzte ich wirklich jede Gelegenheit, um mir auch das entfernteste Eckchen anzusehen. Mit andern Worten - mein Spiel war grausam. Dazu noch der beständige Wind. Aber Spass hat es ohne Ende gemacht. 

Mein Lieschen hingegen hat sich davon überhaupt nicht beeindrucken lassen. Egal ob Abschlag oder Annäherung, sie hat das mit Ihrer Allzweckwaffe (Holz 3) immer wieder Geschafft den Ball im Spiel zu halten. Das sie nach Punkten das Match haushoch gewonnen hat, sag Ich ihr aber erst Heute :-) 

Nach knapp 5 Stunden (eine echt gute Zeit) haben Wir die Runde beendet. Und Ich kann wirklich sagen, dieser Platz ist sein Geld wert. Nicht zu Leicht und doch Schön. Eine echt gute Mischung. 

Ihr koennt ja selber mal schreiben, welcher Platz Euch am besten Gefällt! 

Gegen 23.30 Uhr sind wir wieder heil zu Hause angekommen. 

Wir beide waren der meinung - "ein schoener Tag auf Fehmarn".

Bilder

Jens Goldmann

Bei verschiedenen Golfturnieren durfte ich schon mal Fotografieren. Diese Bilder habe ich dann mit einem Abstand von mehreren Wochen / Monaten (ich möchte den Fotografen die damit Geld verdienen, ja nicht in die Quere kommen) aufbereitet und in meine Seite eingebunden. 

Die verschiedenen Turniere findet Ihr hier verlinkt.

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